Rückblick

The Sound of music

Jubiläumsproduktion der Staufer Festspiele 2026

„The Sound of Music“: Ein Festspielzyklus, der nachklingt

Mit „The Sound of Music“ haben die Staufer Festspiele Göppingen ihr 20-jähriges Bestehen gefeiert und unter der Regie von Alexander Warmbrunn eine Jubiläumsproduktion auf die Bühne gebracht, die weit über die Vorstellungen hinaus nachwirkt.

Der Musicalklassiker von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II wurde in der Stadthalle Göppingen zu einem der größten Bühnenmomente in der Geschichte der Festspiele: musikalisch kraftvoll, emotional berührend, gesellschaftlich relevant und getragen von einer passionierten Festspielfamilie.
Vom Casting zur Bühne 

Der Weg dorthin begann lange vor der Premiere. Bereits im Januar wurden bei einem großen Casting die jungen Darstellerinnen und Darsteller der von Trapp Kinder gesucht. Rund 70 Kinder und Jugendliche aus Göppingen und der Region bewarben sich. 15 von ihnen wurden ausgewählt und übernahmen die sieben Kinderrollen in doppelter Besetzung.

Für viele war es die erste große Musiktheaterproduktion. Zugleich wurde hier sichtbar, was die Staufer Festspiele im Jubiläumsjahr besonders prägen sollte: professionelle künstlerische Arbeit, regionale Teilhabe und Nachwuchsförderung.
Eine Produktion wächst

In den Monaten danach wuchs die Produktion Schritt für Schritt. Die Kinder probten regelmäßig in Schauspiel, Gesang und Bewegung. Der Festspielchor bereitete sich musikalisch auf seine Szenen vor: als Nonnen, Ballgäste, Ensemble und tragende Stimme der Produktion. In der Schneiderei entstanden Kostüme, wurden Stoffe ausgewählt, Anproben organisiert und damit insbesondere den Kindern geholfen, sich in ihre Rollen hinein zu versetzen.
"Sound of Music war das Beste, was ich seit langem gesehen habe. Besser geht nicht! Großes Lob an alle Beteiligten, vor allem die Kinder!"
– Nicole, Besucherin
Bühnenbild, Technik und viele helfende Hände

Parallel dazu nahm auch das Bühnenbild Gestalt an. In der Schreinerei Eichenschild in Urbach wurden zentrale Elemente gefertigt, später in die Stadthalle Göppingen geliefert und dort von zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern weiterbearbeitet.

Mit Videoprojektionen von Gregor Eisenmann, der technischen Einrichtung in der Stadthalle und der Arbeit vieler Hände vor und hinter der Bühne entstand nach und nach jene Bühnenwelt, in der Salzburg, Kloster, Villa Trapp und politische Umbrüche miteinander verbunden wurden.
Solistinnen, Solisten und Festivalorchester

Mit der Ankunft der Solistinnen und Solisten sowie des Festivalorchesters verdichtete sich die Arbeit in den letzten Probenwochen.

Vanessa Maria Looss kehrte als Maria an einen Ort zurück, an dem sie selbst einst als Jugendliche im Festspielchor begonnen hatte. An ihrer Seite stand Erwin Belakowitsch als Kapitän von Trapp. Sophie Klußmann als Mutter Oberin, Silvia Maria Passera als Elsa von Schrader, Hans Piesbergen als Max Detweiler, Karin Schroeder als Frau Schmidt, Uwe-Peter Spinner als Herr Zeller, Marius Hubel als Admiral von Schreiber sowie viele weitere Künstlerinnen und Künstler prägten die Produktion mit großer Bühnenerfahrung und musikalischer Qualität. 
„Diese Produktion zeigt in besonderer Weise, wofür die Staufer Festspiele stehen: künstlerische Exzellenz, große musikalische Qualität und eine Geschichte, die unser Publikum tief berührt“, sagte Intendant Alexander Warmbrunn. „‚The Sound of Music‘ ist weit mehr als ein Musicalklassiker. Es ist ein Stück über Zusammenhalt, Mut und Haltung und damit gerade auch in unserer Zeit von großer Relevanz.“
"Es war für mich eine fantastisch Inszenierung mit hervorragenden Darstellerinnen und Darstellern. Diese Aufführung wird mir noch lange in ihrer Großartigkeit in Erinnerung bleiben."
– Michaela, Besucherin
Ein Stück mit politischer Aktualität 

Neben den berühmten Melodien, der Familiengeschichte und den großen emotionalen Momenten erzählt „The Sound of Music“ auch von politischer Verantwortung. Vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Österreich der 1930er Jahre stellt das Stück Fragen nach Anpassung, Widerstand, Menschlichkeit und Haltung. Gerade diese Verbindung aus Musik, Familie, historischer Dimension und aktueller gesellschaftlicher Bedeutung machte die Göppinger Produktion zu einem besonderen Theatererlebnis.
Premiere in der Stadthalle Göppingen

Die Premiere in der Stadthalle Göppingen wurde zu einem festlichen Höhepunkt des Jubiläumsjahres. Neben einem begeisterten Publikum durften die Staufer Festspiele zahlreiche Gäste aus Kultur, Politik und Gesellschaft begrüßen. Die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski hob in ihrer Rede die Einzigartigkeit und den Vorzeigestatus der Staufer Festspiele als partizipatives Kulturprojekt hervor. Auch Oberbürgermeister und Schirmherr Alex Maier, Kulturbürgermeister Johannes Heberle, Kammersänger Matthias Klink, Professorin Natalie Karl und Musicalstar Kevin Tarte sowie weitere Gäste aus Kultur und Musik begleiteten den Premierenabend.
"Ein Musterbeispiel für Partizipation, kulturelle Teilhabe und ehrenamtliches Engagement - für die Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt aus der Region und für die Region."
– Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Begeisterung im Publikum

Nach der Premiere folgten weitere Vorstellungen vor ausverkauftem Haus, bewegte Publikumsreaktionen, langer Applaus und viele persönliche Rückmeldungen. Besonders die von Trapp Kinder berührten das Publikum Abend für Abend. Ihre mehrfach besetzten Rollen führten dazu, dass es nicht nur eine Premiere gab, sondern für viele Kinder ganz eigene erste große Bühnenmomente.

Gleichzeitig zeigte sich in Chor, Orchester, Solistinnen und Solisten, Technik, Schneiderei, Vorderhaus, Organisation und dem weiteren Ehrenamt, wie viele Menschen gemeinsam daran mitwirken, diese Festspielproduktion möglich zu machen.

"Göppingen! Das war so emotional und toll!
Ihr könnt so stolz sein, sind aus Stuttgart angereist und haben es geliebt!!
Danke für den schönsten Abend seit langem"
– Matthias und Sebastian, Besucher
Positives Presseecho

Auch das Presseecho machte deutlich, wie stark die Produktion wahrgenommen wurde. Berichte, Porträts und Kritiken begleiteten „The Sound of Music“ von den ersten Proben über die Kinderdarstellerinnen und Kinderdarsteller bis hin zur Premiere und den Vorstellungen. 

„The Sound of Music“ in der Presse

Partner, Sponsoren und Unterstützer 

Dass „The Sound of Music“ in dieser Form entstehen konnte, verdanken die Staufer Festspiele einer breiten Unterstützung. Die Stadt Göppingen, Partner, Sponsoren, Förderer, Freundinnen und Freunde sowie zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben diesen Weg mitgetragen. Sie alle haben möglich gemacht, dass professionelles Musiktheater, kulturelle Teilhabe und Nachwuchsförderung in Göppingen sichtbar und erlebbar wurden.

„Eine Produktion dieser Größenordnung ist nur möglich, wenn viele Kräfte zusammenwirken“, sagt Geschäftsführer Benjamin Beck. „Die Unterstützung, die wir in diesem Jubiläumsjahr erfahren haben, ist ein starkes Zeichen für die Staufer Festspiele und für die Bedeutung von Kultur in unserer Region. Unser Dank gilt allen Partnern, Sponsoren, der Stadt Göppingen, unserem Publikum und der gesamten Festspielfamilie.“ 

Wiederaufnahme 2027

Nach der großen Resonanz steht bereits fest: „The Sound of Music“ wird im September 2027 wiederaufgenommen. Damit erhält diese besondere Jubiläumsproduktion eine Fortsetzung. Die Geschichte von Maria, den von Trapp Kindern und der Kraft der Musik kehrt noch einmal nach Göppingen zurück.

Der Festspielzyklus 2026 hat gezeigt, was entstehen kann, wenn künstlerischer Anspruch, regionale Verwurzelung, Nachwuchsförderung und bürgerschaftliches Engagement zusammenkommen. „The Sound of Music“ war damit nicht nur eine Produktion im Jubiläumsjahr, sondern ein starkes Zeichen für die Zukunft der Staufer Festspiele Göppingen.